BLOCKHEIZKRAFTWERK

Blockheizkraftwerk geschlossen

Die Situation in bestehenden Wohn-, Kommunal- und Geschäftsgebäuden
Strom und Wärme werden in heutigen Gebäuden getrennt erzeugt und die Kosten dafür steigen stetig an. Heizungsanlagen zur Wärmeerzeugung sind oft veraltet und unwirtschaftlich, und müssen ersetzt werden. Die Strompreise sind besonders durch die erhöhten Steuern in den letzen Jahren ebenfalls gestiegen. Der Austausch der Heizung ist nur eine Lösung.
Ein Blockheizkraftwerk (BHKW) macht es möglich, zusätzlich zur Gebäudeheizung und Warmwassererzeugung, Strom zur Eigennutzung oder zum Verkauf zu erzeugen.

Blockheizkraftwerke arbeiten nach dem Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK). Sie erzeugen gleichzeitig Strom und Heizwärme. Ein Verbrennungsmotor treibt einen Elektrogenerator an. Der erzeugte Strom wird direkt ins eigene oder öffentliche Stromnetz eingespeist. Die Abwärme des Motors wird ebenso wie die Wärme im Abgas über Wärmetauscher für die Gebäudeheizung nutzbar gemacht. Gegenüber der herkömmlichen Strom- und Wärmeerzeugung reduzieren BHKW den Primärenergieeinsatz um bis zu 36 % und die CO2-Emissionen um bis zu 58 %.

Die besonderen Vorteile einer KWK sind, je nach Anlage:

Einsatzgebiete für die Kraft-Wärme-Kopplung
BHKW können überall dort sinnvoll eingesetzt werden, wo vor Ort Wärme und Strom gleichzeitig gebraucht werden: Schwimmbäder, Krankenhäuser, Verwaltungsgebäude, Wohnsiedlungen mit einem Nahwärmekonzept.

Weitere Einsatzorte sind:

Die BHKW können modulierend – ganz oder teilweise – den Wärmebedarf eines Gebäudes decken. Die Wirtschaftlichkeit ist in der Regel schon dabei besser als bei der alten Ölheizung. In vielen Fällen wird ein Spitzenlastheizkessel zur Ergänzung eingesetzt, um die KWK optimal auszulasten. Die Stromerzeugung erfolgt sozusagen nebenbei und kostenlos.

KWK-System
Die KWK-Anlagen bestehen im wesentlichen aus einem Motor, einem Stromgenerator, eine, Abgaswärmetauscher, einem oder mehreren Pufferspeichern und einer Steuerung. Bei dem Motor kann es sich um Industrie- oder Stirling-Motoren handeln. Alternativ gibt es auch Gas-Turbinen, die ähnlich arbeiten wie ein Flugzeugtriebwerk. Die Aggregate sind speziell geräusch­gekapselt und daher leise im Betrieb. Zusätzliche Dämmung und Schallentkopplung ist möglich.
Alle Motoren dienen der Wärmeerzeugung und zum Antrieb des Stromgenerators. Aus dem Abgas wird ebenfalls Wärme entzogen und der Heizung zugeführt. Bei geringem Wärmebedarf speichern Pufferspeicher die Heizenergie und sorgen somit für einen noch besseren Wirkungsgrad der Anlage.
Die Steuerungen sind je nach Anwendungsfall programmiert und bieten vielfältige Möglichkeiten, als stromgeführte, Netzersatz-, oder als Inselanlage.


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